Was die Nutzung digitaler Tools und Plattformen angeht, war das vergangene Jahr 2020 für einige unserer Kunden überraschend. Denn sie haben damit angefangen, Trainings zu digitalisieren und Lerninhalte in der Cloud zu erstellen. Das war zuerst ungewohnt, dann haben sie sich damit angefreundet und schließlich hat es zum Erfolg geführt, weil sie gemerkt haben, dass digitales Lernen eine sinnvolle Ergänzung ihres Weiterbildungsprogramms ist und manche haben sich gefragt, warum sie nicht schon früher damit angefangen haben.

Schauen wir uns einmal ein konkretes Beispiel an

Ein Global Player im Bereich der Medizinprodukte hat es geschafft, die Zahl der Lernaktivitäten im Vergleich zum letzten Jahr zu verfünffachen. Zum Glück hatte das Unternehmen gerade rechtzeitig vor dem Lockdown mit unserer Hilfe eine neue Lernplattform eingeführt. In den ersten fünf Wochen des Lockdowns haben wir für den Kunden ein Curriculum aus digitalen Lerninhalten zusammengestellt und dafür gesorgt, dass die Außendienstmitarbeiter im Lockdown einen Teil ihrer freien Zeit zum Lernen von Produktgrundlagen nutzen konnten.

Dabei wurden in Form von kurzen Wissensüberprüfungen zuerst operative und konzeptionelle Wissenslücken identifiziert. Danach konnten sie diese Wissenslücken mit passenden „Learning Nuggets“ (Lerneinheiten mit maximal 15 Minuten Dauer) auffüllen. Insgesamt ermöglichte dieser Prozess für 800 Außendienst-Mitarbeitern in 8 verschiedenen Sprachen einen “Wissens-Mehrwert” zu generieren und ihr Wissen so aufzufrischen oder systematisch zu erweitern.

Zum Ende des Jahres kam die Frage auf, wie der Wissensstand aller weltweit Beteiligten insgesamt aussieht. Die Antwort darauf sollte etwas darüber aussagen, wie effizient die Plattform zum Wissenstransfer tatsächlich beigetragen hat.

Dafür wurde am Ende dieses schwierigen Jahres ein abschließender Wissenstest zu den fünf Wissensdomänen durchgeführt, die im Laufe des Jahres digital geschult wurden. Das umfangreiche Quiz wurde im Lernmanagementsystem den Mitarbeitern zugewiesen. Die Fragen sollten innerhalb einer Frist von drei Wochen bearbeitet werden. So konnte sich jeder Teilnehmer aussuchen, wann er den Test machen wollte. Hierbei stand nicht primär das Erreichen einer möglichst hohen Punktzahl im Mittelpunkt, sondern eher die Teilnahmequote und der Spaß am Knobeln. Darüber hinaus konnten aus der anschließenden Analyse der Ergebnisse wieder Erkenntnisse für die Trainingsthemen im Jahr 2021 abgeleitet werden. Auch wenn 2021 in Bezug auf die Pandemie so begonnen hat, wie 2020 aufgehört hat, hat das Jahr doch zumindest in Bezug auf das digitale Training etwas Gutes gehabt für das Unternehmen und die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter.