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Agentur für Unternehmensentwicklung

Soziale Netzwerke

Konstruktionsprinzipien von sozialen Netzwerken

Wie baut man ein social medium für das eigene Unternehmen?

Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerke sind aus der Unternehmenskommunikation nicht mehr wegzudenken. Die soziale Vernetzung über das Internet ermöglicht eine neue Art des Dialogs, den es bisher aufgrund räumlicher und zeitlicher Barrieren nicht geben konnte. Noch nie war es so einfach, eine Meinung zu einem Produkt zu bekommen, ein Tweet reicht, um in kurzer Zeit zehn oder mehr Stellungnahmen zu bekommen.
Doch viele Unternehmen und Verbände denken darüber nach, mit eigenen sozialen Medien den Dialog mit Kunden und Mitgliedern zu verbessern. Dabei stellt sich die Frage, nach welchen Prinzipien soziale Netzwerke eigentlich funktionieren.
Dabei geht es um mehr als um den Wunsch sich zu vernetzen und mit anderen auszutauschen. Entscheidend sind vielmehr die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse von Nähe und Identifikation mit einer Gruppe. Aber auch der Wunsch, anderen behilflich zu sein und sich kreativ auszudrücken muss beim Aufbau einer sozialen Online-Plattform berücksichtigt werden. Wir haben die wichtigsten Konstruktionsprinzipien für Sie zusammengestellt:

Konstruktionsprinzipien von sozialen Netzwerken

Gruppen funktionieren nach bestimmten Mustern. Das gilt auch für soziale Netzwerke im Web.

Elf Konstruktionsprinzipien für soziale Netzwerke

  • Qualität und Relevanz der Inhalte: Inwieweit bietet die Gesamtheit der Inhalte (nutzergenerierte und redaktioneller Content) für die Nutzer einen besonderen Wert (über den reinen Nachrichtenwert hinaus), der sonst im Web nicht gefunden werden kann?
  • Informationsaufbereitung: Wie werden die Inhalte dargestellt? Liegt ein einfaches oder besonderes anschauliches Prinzip der Informationsdarstellung zugrunde?
  • Aktualität: Ist es über die Plattform möglich, Nachrichten der Geschwindigkeit des Internets entsprechend schnell zu empfangen und weiterzuleiten?
  • Exklusivität: Welche Möglichkeiten gibt die Mitgliedschaft in diesem Netzwerk den Nutzern ein Gefühl der Exklusivität, mit der Sie sich anderen gegenüber abgrenzen können?
  • Interaktion: Schafft es das Medium, ein Gefühl der direkten Interaktion zwischen den Nutzern zu erzeugen, so dass innerhalb einer Wahrnehmungsspanne eine Reaktion auf eigene Aktionen erfolgen kann?
  • Fun of use: Welche Zusatzfunktionen bietet das System, die den Nutzern Spaß machen oder sie positiv überraschen?
  • Identitätsstiftende Wirkung: Erzeugt die Mitgliedschaft in dem sozialen Netzwerk eine persönliche identitätsstiftende Wirkung? Denn wen wir kennen, mit wem wir uns austauschen, beeinflusst unmittelbar unser Selbstempfinden.
  • Zugehörigkeitsgefühl: Erzeugt die Mitgliedschaft in dem Netzwerk ein positives integrierendes Gruppenerlebnis, so dass man von einer (Teil-) Gruppe sagt: „Die sind wie ich“?
  • Kreative Ausdrucksmöglichkeiten: Welche Möglichkeiten werden geboten, das Bild, das andere von einem haben zu gestalten, bzw. die eigene kreative Leistungsfähigkeit zum Ausdruck zu bringen?
  • Human interest: Inwieweit besteht die Möglichkeit, Kuriositäten zu finden oder Menschen mit besonderen Kenntnissen oder Lebenserfahrungen kennenzulernen?
  • Solidarität: Wie können die Mitglieder der Plattform sich gegenseitig unterstützen und einzeln oder gemeinsam für eine gute Sache eintreten?

Diese Faktoren machen, wenn auch nicht ausschließlich, die soziale Attraktivität eines corporate social networks aus. Darüber hinaus muss das Netzwerk die Stärken der Unternehmensmarke widerspiegeln und einen klaren Bezug zu den Produkten, Dienstleistungen oder der Mission des Unternehmens zeigen.